Apple entstand in einer Garage. Coca Cola sollte eigentlich Kopfschmerzen lindern und Facebook startete als Studenten-Netzwerk an der Harvard Universität. Auch wir haben unsere eigene Gründungsstory.

Wir drehen die Uhr ins Jahr 2017 und begeben uns nach Chur. Zurück an den Ort, wo wir den Namen leeway zum ersten Mal verwendet haben. Im Rahmen unseres Studiums in Multimedia Production / Media Engeneering mussten wir damals ein Kommunikationskonzept für einen fiktiven Brand entwickeln. Ein paar Brainstormings, Mindmaps, Scribbles und schlaflose Nächte später (Spass beiseite, so lange ging es damals nicht) wurde eine Kleidermarke mit dem Namen leeway “gegründet”. Danach entstanden ein grobes Erscheinungsbild, diverse Produkte und ein detailliertes Kommunikationskonzept. 

Fast forward: Wir schreiben den 20. Mai 2020 und zerbrechen uns die Köpfe über einen passenden Namen für unsere Digitalagentur. Wir erinnern uns zurück an unsere fiktive Kleidermarke aus dem Studium. Nach langem hin und her (diesmal wirklich), entscheiden wir uns für den Namen leeway (respektive leeway digital agency), angelehnt an unser allererstes Kommunikationskonzept. Back to the roots, wenn man so will.

leeway? Noch nie gehört.

Der Begriff leeway kommt aus dem Englischen und wird wortwörtlich mit Spielraum übersetzt. Im erweiterten Sinn steht leeway für Handlungs- und Gedankenfreiheit sowie Spielraum für Variation – und passt deshalb wunderbar zu unserem Schritt in eine neue Unabhängigkeit.

Der Leeweg – die Abdrift – bezeichnet im Segelsport das seitliche Versetzen, also eine Abweichung vom angestrebten Kurs. Als junge, unabhängige Agentur haben wir den Anspruch an uns selbst, die Dinge auch mal anders – eben mit etwas Spielraum – anzugehen und neue Wege einzuschlagen. Wir wollen keine 0815-Ideen und -Konzepte umsetzen, sondern unsere neue Gedanken- und Handlungsfreiheit dazu nutzen, neue kreative Lösungen zu entwickeln.

Von der Identität zum Business Model

Der Name steht. Nun geht es darum, darauf aufzubauen. Am 20. Mai setzen wir uns in einem ausgedehnten Workshop intensiv mit unserer Corporate Identity (CI) auseinander. Weshalb sind wir heute hier, was wollen wir erreichen, wie fühlt sich die leeway digital agency an?

Vom der Definition unserer Vision und unseren Unternehmenswerten über die Formulierung eines Mission-Statements bis hin zum Business Model Canvas: Das Gerüst der Agentur entsteht. Obwohl unsere Services vor allem im digitalen Raum Anwendung finden, arbeiten wir gerne analog mit Whiteboard, farbigen Post-its & Markern. So sieht das dann etwa aus:

Identity, check. Corporate Design?

Nachdem wir unser Fundament in Form einer Corporate Identity gefestigt haben, geht es in einem weiteren Schritt darum, ein passendes Erscheinungsbild zu entwickeln. Logo, Farben, Fonts, Claim und Webauftritt sind nur einige Elemente für ein stimmiges Corporate Design.

Wir starten mit der Suche nach einer passenden Farbpalette. Dafür verwenden “Coolors”. Coolors ist unser “Go-to”-Tool, wenn es um Farbselektion, Farbinspiration und Gradients geht. Das Interface ist einfach und die “Trending Color Palettes” inspirieren uns immer aufs Neue. Schnell entsteht eine Auswahl and passenden Farbpaletten.

Die ursprünglichen Farbpaletten im Branding-Prozess.

Wir einigen uns auf eine Palette mit dem Namen “maybe_v2”, mit den fünf Farben Weiss, Grau, Schwarz, Grün und Rot. Einmal drüber schlafen. Immer noch stimmig, aber: Sind wir wirklich so ausgeglichen? Ist es frech genug? Muss da nicht noch etwas mehr Power dahinter?

Wir schrauben nochmals an den Farbreglern und einigen uns schliesslich auf folgende Palette: Ein helles Rot wird die Primärfarbe für leeway. In Kombination mit einem nicht ganz gesättigtem Schwarz, einem Crème und Weiss passt das zu unserer Identität. Je nach Anwendungsfall können die entsprechenden Farben in ihren Deckkraft angepasst werden.

Die finale leeway-Farbpalette.

Als Font definiern wir die Schrift Overpass. Diese basiert auf den für die US-Bundesautobahnverwaltung gezeichneten Beschilderungs-Alphabeten der Highway Gothic (FHWA-Serie). 2015 veröffentlicht, wurde Overpass von Delve Withrington in Kooperation mit Dave Bailey und Thomas Jockin entwickelt.

Das Logo entsteht

Früh war klar, dass die Komplett-Version unseres Logo aus dem Wort leeway, einem Icon und einem ergänzenden Claim bestehen soll. Das abstrakte Icon basiert auf einer einfachen Handzeichnung, die spontan entstanden ist. Erkennst du seine Bedeutung?

Der erste Scribble des leeway-Logos.

Die Handskizze fügen wir in ein detailliertes Raster. Ein solches Netz hilft dem Designer entsprechende Elemente gleichmässig zu platzieren. Das Icon passen wir so an, dass es schön ins Raster passt und symmetrisch wirkt.

Das leeway Logo im Raster.

Basis des Icons bilden die Buchstaben L & W des Wortes leeway. Der Punkt bildet den Abschluss des W’s und symbolisiert gleichzeitig den Blitz einer auslösenden Kamera. 

Unser Logo gibt es in drei verschiedenen Typen. Als Icon, als reduziertes Logo und als Komplett-Version. Diese besteht aus dem Icon, unserem Namen leeway und unserem Claim digital by default. Weiter existiert das Logo in Rot, Weiss und Schwarz. Die Versionen sind an sich gleichwertig und werden je nach Medium und Platz ausgewählt. Sofern möglich, verwenden wir das rote Icon bzw. das rote Logo.

Das leeway Icon.
Das Icon
Das reduzierte Logo.
Das reduzierte Logo
Das komplette Logo.
Das komplette Logo

Cheers!

Als wir während im Studium den Namen leeway zum ersten Mal verwendet haben, dachten wir uns kaum, dass daraus jemals ein reales Unternehmen wird. Heute, etwas mehr als drei Jahre später, stehen wir mit der eigenen Agentur vor spannenden Herausforderungen. Next up: Markteintritt in die Privatwirtschaft.

Wir sind stolz, per 1. Juli mit leeway an Start zu treten – und freuen uns auf spannende Projekte, neue Kontakte und unternehmerische Herausforderungen. Danke für deinen Support!

Beste Grüsse, Florin & Dean von leeway

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